Themen: Iran Krieg, Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Westasien, Nordamerika
US-Geheimdienste warnen laut einem Memo des Direktors der nationalen Nachrichtendienste, Jay Clayton, vor deutlich verstärkten iranischen Bemühungen, amerikanische Diplomaten und hohe Regierungsvertreter im Nahen Osten und weiteren Weltregionen zu schädigen. Pläne für Attentate hätten demnach ein fortgeschrittenes Stadium erreicht. Das einseitige, nicht klassifizierte Schreiben an Aussenminister Marco Rubio nennt weder konkrete Zielpersonen noch Länder ausserhalb des Nahen Ostens oder Einzelheiten der Vorhaben. Clayton regte an, sensible Informationen möglichst tiefer zu klassifizieren, damit gefährdete Mitarbeitende breiter informiert werden können. Die Erkenntnisse zählen laut US-Vertretern zu den Gründen für den Personalabbau an Botschaften. Washington ordnete bereits die Ausreise von Familienangehörigen und nicht essenziellem Personal aus Riad sowie den Konsulaten in Dschidda und Dhahran an und reduziert zudem Personal in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Libanon, Katar und Jordanien. Zusätzliche Spannungen entstehen durch eine mögliche Wiederaufnahme amerikanisch-israelischer Militäroperationen gegen Iran.