Themen: Wirtschaft/Finanzen, Technologie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Marc Steiner, damals einer der jüngsten Swissair-Piloten, erlebte das Grounding am 2. Oktober 2001 im Operation Center am Flughafen Zürich. Nach einem Flug aus Bukarest wartete er auf den nächsten Einsatz nach London, als die Mitarbeitenden erfuhren, dass kein Treibstoff mehr finanziert werden könne und sie nach Hause gehen sollten. Ein Foto von Steiner mit seinem Koffer an der Bushaltestelle erschien am Folgetag auf der Titelseite des «Tages-Anzeigers». Obwohl die finanzielle Lage als schwierig bekannt gewesen sei, habe niemand mit der vollständigen Stilllegung gerechnet. Nach einer kurzzeitigen Wiederaufnahme des Flugbetriebs verlor Steiner wie rund 360 weitere Piloten seine Stelle. Wegen der Folgen der Anschläge vom 11. September sah er zunächst keine Perspektive als Pilot, lernte in Ecuador Spanisch und schrieb sich für Wirtschaft ein. Über einen Verein entlassener Piloten gelang ihm nach einem erneuten Auswahlverfahren der Wechsel zur Lufthansa, für die er 18 Jahre flog.