Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Schweizer Unternehmen können Kapitaleinlagereserven steuerfrei an Aktionärinnen und Aktionäre zurückzahlen. Der Beitrag kritisiert, dass dieses Instrument seit der Unternehmenssteuerreform II von 2011 weit über die damals angekündigte Entlastung von KMU hinausgehe. Neben Aktienrückkäufen nutze insbesondere die UBS Kapitaleinlagereserven, um Ausschüttungen ohne Dividendensteuer zu ermöglichen; sie verfüge laut Beitrag über 21,6 Milliarden Dollar solcher Reserven. Ende 2019 belief sich der Bestand der Reserven auf 1393 Milliarden Franken, Ende 2024 noch auf 998 Milliarden. Seit 2011 seien 1718 Milliarden Franken steuerfrei zurückbezahlt worden. Einschliesslich neu angemeldeter Reserven in Dollar und Euro könnten bis Ende 2025 mehr als 3000 Milliarden Franken an künftigen Ausschüttungen steuerbefreit sein. Das Bundesgericht hatte die Abstimmungsinformationen zur Reform als irreführend beurteilt, die Abstimmung aber nicht wiederholen lassen. Der Bundesrat betrachtet die Rückzahlungen als systematisch steuerfreies Kapital und nicht als Steuersubvention.