Themen: Kultur, Bildung, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Das Schulmuseum Bern hat in einer ehemaligen Samenfabrik im Könizer Bläuacker ein neues Schaulager eröffnet. Es ergänzt das historische Klassenzimmer beim Schloss Köniz und macht einen Teil der rund 80’000 Objekte umfassenden Sammlung zugänglich. Zu sehen sind unter anderem SJW-Hefte, Zählrahmen, historische Pulte, Spucknäpfe, Kantonsstempel und das Skelett Hansli. Die Objekte sollen Schulgeschichte sowie politische, gesellschaftliche und pädagogische Vorstellungen ihrer Zeit vermitteln. Museumsleiter Angelo Romano will das bisher stark von Fachpersonen besuchte Haus für Familien und Kulturinteressierte öffnen. Regelmässige Kunstinterventionen, etwa des inklusiven Musikprojekts Tabula Musica, gehören zum Konzept. Seit der Museumsnacht und der Eröffnung wurden 832 Einzelbesuche gezählt; jährlich kommen bisher 4000 bis 5000 Personen, viele davon Schulklassen. Die Stiftung strebt eine Verdoppelung an. Freiwillige sichten weiterhin kistenweise eingehende Bestände und müssen wegen begrenzten Platzes auswählen. Finanziert wird das Museum vor allem durch Kanton, Gemeinde und Stiftungen.