Themen: Ukraine Krieg, Krieg&Frieden, KI/Digital
Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa
Pax Christi erinnert zum 85. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion vom 22. Juni 1941 an die Opfer des nationalsozialistischen Vernichtungskriegs. In der Sowjetunion starben demnach rund 27 Millionen Menschen; Millionen Kriegsgefangene kamen in deutscher Gefangenschaft durch Hunger, Kälte, Krankheit und Zwangsarbeit ums Leben. Die Friedensbewegung leitet daraus eine besondere historische Verantwortung Deutschlands gegenüber den Völkern Osteuropas ab. Mit Blick auf den seit viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine warnt Pax Christi vor weiterer Eskalation und sieht keinen militärischen Ausweg aus dem Stellungskrieg. Bundesregierung und EU sollten diplomatische Bemühungen verstärken, zunächst einen belastbaren Waffenstillstand anstreben und einen EU-Sonderbeauftragten für Verhandlungen mit Russland einsetzen. Gefordert werden Dialog, Vertrauensbildung, Abrüstung und eine Sicherheitsordnung, welche die Interessen der Ukraine, Russlands und weiterer osteuropäischer Staaten berücksichtigt. Die Organisation warnt zudem vor neuen Rüstungsdynamiken durch Drohnen und KI-gestützte Waffensysteme.