Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa, China
Deutschland hat laut Bundesregierung keine staatlichen oder staatlich beauftragten Vorräte kritischer mineralischer Rohstoffe, obwohl der Verteidigungshaushalt 2026 auf 108,2 Milliarden Euro steigt und Rheinmetall seine Munitionsproduktion stark ausgebaut hat. Ölreserven reichen gesetzlich für 90 Tage, für Metalle wie seltene Erden, Gallium, Germanium und Wolfram existieren hingegen keine nationalen Bestände. Der 2024 geschaffene Rohstofffonds unterstützt Gewinnung, Verarbeitung und Recycling, nicht aber direkte Bevorratung; bislang fördert er Lithium- und Graphitprojekte. Die Abhängigkeit betrifft vor allem die Verarbeitung: China kontrolliert laut angeführten Zahlen 91 Prozent der Raffination seltener Erden und 94 Prozent der Magnetfertigung. Exportkontrollen Chinas führten 2025 zu sinkenden Magnetausfuhren, höheren Preisen und Produktionsdrosselungen. Auch die USA könnten trotz eigener Reserven und milliardenschwerer Investitionen ihre Abhängigkeit von chinesischen Verarbeitungsketten nicht kurzfristig überwinden.