Themen: Kultur, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
In Zürich flossen 2024 laut einer Recherche der IG Musik rund 95 Prozent der Musikförderung in klassische Musik. Pro Einwohnerin und Einwohner entspricht dies 223.50 Franken; für zeitgenössische Musik wie Jazz, Hip-Hop, Pop oder Volksmusik standen 12.20 Franken bereit. Die Auswertung berücksichtigt städtische und kantonale Mittel sowie Gelder aus Lotteriefonds. 96 Prozent der Fördermittel gingen an dieselben Betriebe. Bei der unbefristeten wiederkehrenden Förderung erhielten das Opernhaus 92,8 Millionen Franken vom Kanton, die Tonhalle 21,8 Millionen, die Rote Fabrik 5,4 Millionen und das Kammerorchester 3,4 Millionen. Bei befristeten und einmaligen Vergaben ist die Verteilung zwischen Musikrichtungen ausgeglichener: 3,41 Millionen Franken gingen an Jazz, Hip-Hop und ähnliche Sparten, 2,8 Millionen an klassische Musik. Die Stadt hält fest, öffentliche Kulturförderung solle nicht primär die Nachfrage abbilden, sondern Angebote ermöglichen, die sich nicht allein über den Markt finanzieren liessen. Das Förderkonzept wird derzeit überarbeitet.