Themen: Klima&Energie, Geopolitik
Regionen: International, Südamerika
Die brasilianische Präsidentschaft der COP30 hat kurz vor der COP31 in der Türkei eine freiwillige Roadmap für den Ausstieg aus fossilen Energien veröffentlicht. Das 182-seitige Dokument bezeichnet den Übergang als notwendig, dringend und möglich, lehnt jedoch eine einheitliche Lösung ab. Es soll Staaten als Instrument dienen, ihre jeweilige Lage bei Förderung und Nachfrage fossiler Energien zu beurteilen und passende Massnahmen zu planen. Bis 2028 sollen Länder eigene nationale Fahrpläne ausarbeiten. Die COP30 hatte im November 2025 in Belém trotz Drucks auf einen expliziten Ausstieg nur ein Abkommen ohne ausdrückliche Nennung fossiler Brennstoffe erzielt. Widerstand kam insbesondere von grossen Produzenten wie Saudi-Arabien und Russland. Die brasilianische Präsidentschaft hatte die Roadmap als freiwilligen Ausgleich vorgeschlagen. Die türkische COP31-Präsidentschaft verfolgt ergänzend das Ziel, den Anteil von Elektrizität am Endenergieverbrauch von gut 20 Prozent auf 35 Prozent bis 2035 zu erhöhen.