Themen: Umwelt, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Michael Riesen räumt als Vorarbeiter des städtischen Tiefbauamts Winterthur seit zwei Jahren Abfall im Revier Töss auf. Im Sommer kontrolliert sein Team die Ufer werktäglich; nach Wochenenden übernimmt zusätzlich eine private Reinigungsfirma. Der Abschnitt vom Wehr bei der Eisenbahnbrücke Töss bis zur Brunibrugg gilt besonders rund um Ostern und Pfingsten als Abfall-Hotspot. Seit der Corona-Pandemie sei das Volumen gestiegen, weil mehr Menschen am Fluss grillierten, spazierten und Zeit draussen verbrächten. Das seit Ende Juni geltende Grillverbot habe die Mengen etwas reduziert. Riesen findet Abfall neben überfüllten Kübeln, in Büschen und teils illegal entsorgten Haushaltskehricht. Zigarettenstummel könnten wegen der knappen Zeit oft nicht vollständig eingesammelt werden. Er beobachtet auch Veränderungen im Gewässer, etwa warmes Wasser aus der Kempt und Algenbildung, und wünscht sich mehr Respekt für Naherholungsräume.