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Themen: Kultur/Feuilleton

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

«The Bigger Bang» im Fabriktheater Zürich versammelt ein Ensemble um Denise Wintsch, Christoph Rath und Michel Schröder und verdichtet zahlreiche Ansprüche an zeitgenössisches Kulturerleben. Die Produktion verbindet den Anspruch auf Massentauglichkeit mit Fördervorgaben zu Teilhabe, Multimedialität und altersmässiger Vielfalt. Ihre Spieler:innen treten dabei entspannt auf, wechseln zwischen Ernst, Selbstironie und wiederkehrender Albernheit und verweisen zugleich auf eine wissenschaftsbasierte Vorbereitung. Daraus entsteht eine ambivalente Bühnenerfahrung: Das Stück unterhält, informiert und irritiert sein Publikum, ohne eine eindeutige Verhandlung anzubieten. Im Zentrum steht die absurde Forderung, Kunst müsse sämtliche Erwartungen von Förderstellen und Publikum gleichzeitig erfüllen. Die Inszenierung arbeitet mit Bildern von Urknall, Kurzschluss und Evolution und lässt offen, ob daraus Fortschritt oder bloss kreisende Bewegung entsteht. Gerade diese Verquerung verleiht dem Abend seinen Reiz. «The Bigger Bang» ist bis 20. Juni im Fabriktheater zu sehen.

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