Themen: Geopolitik, Gesellschaft, KI/Digital
Regionen: International, Nordamerika
US-Vizeaussenminister Chris Landau hat Mitte August eine für Belgrad geplante internationale Ausstellung vorerst gestoppt, weil die USA dort eine Stierstatue zeigen sollten. Landau befürchtete nach eigener Internetrecherche Bezüge zum biblischen Goldenen Kalb und zum heidnischen Gott Baal. Die Figur war als Symbol des Westens und boomender Börsen vorgesehen. Seine E-Mail an Mitarbeitende, die Links zu Fussnoten und Bildern enthielt, löste im State Department laut internen Kritikern Augenrollen und Kichern aus. Das Projekt bleibt auf Eis, während über eine Gestaltung ohne «satanische Anklänge» beraten wird. Baal-Erwähnungen nahmen online im Umfeld antisemitischer Verschwörungstheorien zu. Diese wurden laut Bericht mit iranischer Propaganda und Behauptungen zu Jeffrey-Epstein-Akten verknüpft. Ein angebliches Epstein-Konto namens «Baal» beruhte gemäss einem Yahoo-Faktencheck auf einem Fehler KI-gestützter Texterkennung; gemeint gewesen sei «Bank».