Themen: Gesundheit, Gleichstellung, Klima&Energie
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Patient:innen der Akut-Tagesklinik der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich kritisieren eine während einer Hitzewelle kommunizierte Kleidungsempfehlung. Bei 38 Grad und aufgeheizten Räumen sollten sie sich an «Business Casual» orientieren: Schultern bedecken, Hosen nicht mehr als eine Handbreit über dem Knie enden lassen und keine bauchfreien Oberteile tragen. Drei ehemalige Patientinnen schildern Unmut, Verunsicherung und den Eindruck, die Ansage richte sich vor allem gegen weibliche Personen. Sie beanstanden zudem, dass kein Raum für Rückmeldungen bestanden habe. Die Klinik bestätigt die Empfehlung, betont aber, sie sei keine Vorschrift gewesen; es habe weder Sanktionen noch Aufforderungen zum Umziehen oder verweigerte Therapien gegeben. Ziel sei gegenseitige Rücksichtnahme im therapeutischen Umfeld gewesen. Rückblickend hätte der Austausch dialogischer erfolgen sollen. Die Klinik verwendet die konkreten Hinweise vorerst nicht mehr und überprüft Hitzeschutz sowie therapeutischen Rahmen.