Themen: Klima&Energie, Umwelt, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal, bei der 135 Menschen starben, werden in deutschen Überschwemmungsgebieten weiterhin Bauvorhaben bewilligt. Eine Befragung von 16 Grossstädten an Rhein, Elbe und Donau zeigt unterschiedliche Zahlen: Bonn erteilte seit Juli 2021 21 Genehmigungen, Regensburg seit 2022 insgesamt 51, darunter auch Garagen, Terrassen und weitere Anlagen. Neuss meldet einen Neubau und zwei Erweiterungen nahe dem Norfbach, Magdeburg Genehmigungen im einstelligen Bereich. Mannheim und Ludwigshafen geben an, keine Bewilligungen erteilt zu haben. Mehrere Städte, darunter Karlsruhe, Köln, Leverkusen, Krefeld und Dresden, erfassen solche Ausnahmegenehmigungen nicht statistisch oder können sie nur mit aufwendigen Einzelfallprüfungen ermitteln. Zugleich ist der Wiederaufbau im Ahrtal teilweise noch nicht abgeschlossen. Die Debatte über eine obligatorische Elementarschadenversicherung dauert an; strittig ist insbesondere eine mögliche Opt-out-Regelung ohne staatliche Hilfe im Schadensfall.