Themen: CH-Politik, Umwelt
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden, Tessin
Norman Gobbi, Tessiner Staatsrat, wirft dem Bund vor, vergleichbare Notlagen unterschiedlich schnell und weitreichend zu unterstützen. Gemeinden in der Vallemaggia, der Mesolcina und im Wallis warteten nach den verheerenden Unwettern von 2024 seit mehr als zwei Jahren auf konkrete Hilfen. Der Prozess sei von rechtlichen Auflagen und nur schrittweise eintreffender Unterstützung geprägt. Demgegenüber habe der Bund für die Gesundheitskosten nach der Tragödie von Crans-Montana rasch eine Lösung gefunden: Bern verzichtet darauf, die Behandlungskosten italienischer Patientinnen und Patienten von insgesamt rund 1.5 Millionen Franken zurückzufordern, und übernimmt sie direkt. Gobbi betont den Respekt gegenüber den Opfern und ihren Familien, sieht in der unterschiedlichen Behandlung der Fälle aber einen Anlass zu grosser Bitterkeit.