Themen: Geopolitik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Nordamerika, Südamerika
Alejandro Betancourt López, der unter Hugo Chávez und Nicolás Maduro durch staatliche Aufträge reich wurde, steht weiterhin im Fokus von Geldwäsche- und Korruptionsermittlungen in der Schweiz und Spanien. Seine frühere Firma Derwick Associates erhielt ab 2009 laut Darstellung milliardenschwere Kraftwerksaufträge ohne Ausschreibung; zudem wurde Betancourt in US-Gerichtsunterlagen zu mutmasslich über PDVSA verschobenen Geldern als «Conspirator 2» geführt, ohne dass es für eine Anklage genügte. Die Schweiz hatte ein Auslieferungsbegehren gestellt, das später zurückgezogen wurde. Nach einem Bericht der Financial Times sollen hochrangige US-Regierungsvertreter deswegen bei Schweizer Staatsanwälten interveniert haben. Nun kontrolliert Betancourt laut jüngsten Berichten über NABEP einen wichtigen privaten venezolanischen Ölproduzenten. Die US-Regierung soll 35 Prozent an NABEP übernehmen und 20 Prozent der Fördermenge zum Selbstkostenpreis beziehen können. Offen bleiben laut Beitrag die wirtschaftlich Berechtigten, Geldgeber und die Herkunft der Ölrechte.