Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Wirtschaftskommission des Ständerats hat mit überwältigender Mehrheit einen Vorschlag zu den Kapitalvorgaben für die UBS erarbeitet. Für die Auslandtöchter sollen 50 Prozent Eigenkapital gelten, nach Darstellung des Beitrags zehn Prozent weniger als bisher. Zusätzlich sind 50 Prozent AT-1-Anleihen vorgesehen. Diese Instrumente können im Notfall in Aktien umgewandelt werden und ihren Wert verlieren. Geleitet wurde die Kommission vom Obwaldner Mitte-Ständerat Erich Ettlin. Der Beitrag begrüsst den Entscheid als massvolle Regulierung der letzten Schweizer Grossbank und erwartet, dass die Wirtschaftskommission des Nationalrats keine weitergehenden Forderungen beschliesst. Finanzministerin Karin Keller-Sutter habe sich für strengere Anforderungen eingesetzt, sei damit aber unterlegen. Im selben Zusammenhang wird der angekündigte Wegzug der Bank Vontobel von Zürich nach Baar erwähnt. Die UBS-Führung soll laut Beitrag ihre Verantwortung gegenüber dem Land wahrnehmen, weil im Krisenfall staatliches Eingreifen erneut möglich wäre. Der Text verweist zudem auf Konzernchef Sergio Ermotti und die wiedergewonnene Stärke der Bank.