Themen: Gesellschaft, Gleichstellung, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Die Stadt Luzern will prüfen, wie sie Jungen- und Männerarbeit angesichts problematischer Männlichkeitsbilder aus sozialen Medien ausbauen kann. Der Stadtrat erklärt ein Postulat von SP/JUSO und Grünen/Jungen Grünen für erheblich. Gefordert sind Angebote zu Männlichkeit, Beziehungen, Fürsorge, Gleichstellung und Gewaltprävention sowie zum Umgang mit Inhalten der sogenannten Manosphere. Bereits tätig sind Quartier- und Jugendarbeit, Jugend- und Familienberatung, Schulen, die SIP und die Fachstelle Gleichstellung. Fachpersonen wünschen laut einer verwaltungsinternen Befragung zusätzliche Workshops, Beratungen und spezifische Angebote für Buben und junge Männer. Denkbar sind Weiterbildungen zu fürsorglichen Rollenbildern, männlicher Gewalt, Männergesundheit und digitalen Männlichkeitsnarrativen sowie eine Beteiligung an der Plattform «Vorsicht Manosphere!». Konkrete Massnahmen könnten Kosten im mittleren fünfstelligen Bereich verursachen. In Zug verlangen Kantonsräte ebenfalls Abklärungen zu kostenlosen, vertraulichen Beratungsangeboten gegen Online-Radikalisierung und frauenfeindliche Ideologien.