Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Kanton Zürich erwartet wegen seiner dienstleistungsgeprägten Wirtschaftsstruktur einen besonders starken Einfluss künstlicher Intelligenz. Das Amt für Wirtschaft verweist auf eine hohe Konzentration von KI-Fachkräften sowie auf die Präsenz von Google und Anthropic. Fast die Hälfte der Zürcher Unternehmen setzt KI nach vier Jahren Sprachmodelle bereits systematisch ein. Modellrechnungen zufolge könnte KI die Arbeitsproduktivität während der kommenden zehn Jahre jährlich um zusätzliche 1,1 Prozent erhöhen und damit das bisherige Wachstum verdoppeln. Zugleich ist die Arbeitslosigkeit in Berufen mit hoher KI-Betroffenheit spürbar gestiegen, namentlich bei Softwareentwickler:innen, Büroangestellten sowie Fachkräften in Marketing und Werbung. Ein direkter Kausalnachweis steht laut Bericht noch aus, es gebe aber deutliche Indizien. Akademische Berufe sind stärker betroffen als handwerkliche. KI könnte auch entlasten: Bei Architekt:innen und Bauingenieur:innen, die profitieren könnten, wuchs die Beschäftigung überdurchschnittlich. Die gesamtwirtschaftlichen Folgen bleiben offen.