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Am Theater Spektakel kann das Publikum die Demokratie retten – wenn es denn will

TSRI
Am Theater Spektakel kann das Publikum die Demokratie retten – wenn es denn will

Themen: Kultur/Feuilleton, Demokratie, Neutralität

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

«Die Allianz der letzten Demokratien» am Theater Spektakel versetzt das Publikum ins Jahr 2027: Die USA seien autokratisch, Russland bereite eine Invasion Lettlands vor, und die letzten 45 Demokratien planten ein Bündnis. In der Aula der Universität Zürich werden die Zuschauerinnen und Zuschauer per Los zu Mitgliedern eines eidgenössischen Bürgerrats und müssen innerhalb von zwei Stunden über den Schweizer Beitritt entscheiden. Politikerinnen, Politiker und Fachleute übernehmen Rollen in der Debatte, darunter Micheline Calmy-Rey, Andrea Sprecher, Thomas Borer, Fabian Molina und Tim Guldimann. Calmy-Rey argumentiert überraschend gegen den Beitritt, weil Neutralität und politisches Gewicht der Schweiz gefährdet seien. Eine fiktive US-Botschafterin droht mit Sanktionen. Die Inszenierung von «Proberaum Zukunft» verbindet Theater mit einem parlamentarischen Experiment über Demokratie, internationale Solidarität und Neutralität. Am Ende stimmt die 220-köpfige Delegation klar für den Beitritt. Der Beitrag würdigt die glaubwürdige Beteiligung, bemängelt aber teils fehlende inhaltliche Tiefe.

TSRI

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