Themen: Innen-Politik, Partei-Politik, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Ermittler durchsuchten am Donnerstag in fünf deutschen Bundesländern Wohnungen von Anhängern und Sympathisanten der 2023 verbotenen Neonazi-Vereinigung «Artgemeinschaft». Unter den Betroffenen sind die AfD-Politiker Sebastian Koch und Simon Lansmann, die bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September kandidieren. Die Staatsanwaltschaft Halle ermittelt wegen des Verdachts auf Verstoss gegen das Vereinigungsverbot. Sie stellte zahlreiche Dokumente sicher; am Folgetag teilte sie zudem den Fund von Schusswaffen mit und leitete zwei weitere Verfahren wegen mutmasslicher Verstösse gegen das Waffengesetz ein. Von 15 Beschuldigten sprachen nur zwei mit den Ermittlern. Laptops, Smartphones und weitere Datenträger werden ausgewertet. Im Juni sollen Personen aus dem Umfeld der Gruppe bei einer Sonnenwendfeier auf Lansmanns Grundstück in Gardelegen zusammengekommen sein. Medien zufolge nahmen auch Koch und Lansmann teil. Die AfD Sachsen-Anhalt kommentierte die Razzien nicht. Ob Anklagen folgen, ist offen.