Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur, International, Europa
ARYZTA aus Schlieren will sein Deutschlandgeschäft umfassend überprüfen, nachdem der wichtigste Auslandsmarkt im ersten Halbjahr deutlich belastet hat. In Europa sank der Umsatz auf 942,7 Millionen Euro, das organische Wachstum lag bei minus 3,4 Prozent. Das Unternehmen nennt eine schwache Konsumentenstimmung, hohe Preissensibilität und zusätzliche Produktionskapazitäten im Backwarenmarkt als Ursachen. Konzernweit ging der Umsatz um 2,1 Prozent zurück, organisch um 2,7 Prozent; auch die Verkaufsmengen sanken ähnlich stark. Der EBITDA fiel um 7 Prozent auf 139,9 Millionen Euro, die Marge verringerte sich von 13,9 auf 13,2 Prozent. Der Reingewinn sank um 3,9 Prozent auf 47,2 Millionen Euro. Mit dem Sparprogramm Project Excellence strebt ARYZTA bis 2028 Nettoeinsparungen von 20 bis 30 Millionen Euro an. Nach dem Rückkauf des letzten Hybridinstruments plant der Konzern zudem erstmals seit zehn Jahren wieder Kapitalrückführungen.