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Asyl-Atlas

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Asyl-Atlas

Themen: Migration/Asyl, CH-Politik, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Eine Auswertung der Asylzuweisungen von 1994 bis 2025 zeigt grosse Unterschiede zwischen Schweizer Gemeinden. In Buch im Kanton Schaffhausen lebten durchschnittlich 18,4 Personen im Asylprozess pro 100 Einwohner, während 98 Gemeinden während des gesamten Zeitraums keine einzige Person aufnahmen. Ausschlaggebend sind vor allem die 26 kantonalen Verteilsysteme: Quotenkantone wie Zürich, St. Gallen oder Aargau verpflichten Gemeinden zur proportionalen Aufnahme; Standortkantone wie Bern und Waadt organisieren Unterkünfte zentral. In Oberwil-Lieli im Aargau blieb die Aufnahme trotz gesetzlicher Pflicht lange besonders tief; seit 2016 erfüllt die Gemeinde ihre Vorgaben über einen Asylverbund. Bern konzentriert Unterkünfte zunehmend in der Stadt Bern, während in der Waadt finanzschwächere Gemeinden überproportional betroffen sind. St. Gallen erreicht mit einem gemeindebeteiligten Modell eine vergleichsweise gleichmässige Verteilung und höhere Erwerbsquoten. Welche Systeme Integration und Akzeptanz tatsächlich fördern, ist laut Fachleuten kaum erforscht.

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