Themen: Migration/Asyl, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Asylorganisation Zürich verliert bei einer Ausschreibung des Staatssekretariats für Migration einen grossen Teil ihrer Bundesaufträge an ORS Service und Convalere. Betroffen sind bislang von der AOZ betreute Regionen ausserhalb der Stadtzürcher Standorte; die Umstellung beginnt am 1. Januar 2027. Laut AOZ könnten rund 450 Mitarbeitende direkt betroffen sein, zudem stehen Millionenumsätze auf dem Spiel. Das SEM begründet den Entscheid mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis der Konkurrenz; der Preis floss mit 40 Prozent in die Bewertung ein, das Betreuungskonzept mit 15 Prozent und Weiterbildung mit 5 Prozent. SP-Gemeinderätin Cordelia Forde kritisiert, Qualität, Kontinuität, soziale Verantwortung und Arbeitsbedingungen würden dadurch zu wenig gewichtet. Der VPOD erwartet Stellenabbau und befürchtet schlechtere Bedingungen, weil ORS den Gesamtarbeitsvertrag der AOZ voraussichtlich nicht übernimmt. Bereits 2023 hatte die AOZ kantonale Zürcher Asylaufträge verloren.