Themen: Krieg&Frieden, Gesellschaft
Regionen: International, Südostasien
Myanmar wird als über vier Jahrzehnte von Diktaturen, ethnischen Spaltungen, religiösen Prägungen und dem Kampf um begehrte Ressourcen gezeichnetes Land dargestellt. Die Reportagen des in Bangkok lebenden belgischen Journalisten Thierry Falise führen durch Konfliktzonen und Geschichten verschiedener Akteure: ethnische Rebellengruppen, Drogenbarone, christliche Missionare und Kriegssanitäter, Mönche, junge karenische Widerstandskämpfer sowie Überlebende eines Zyklons im Delta. Zu den prägenden Figuren gehören Bo Mya, Khun Sa, die Htoo-Zwillinge, Aung San Suu Kyi und David Eubank. Die Darstellung betont, dass Rollen von Befreiern, Herrschenden, Opfern und Glaubensgemeinschaften nicht eindeutig seien. Zivilpersonen gerieten wiederholt zwischen die Fronten und würden von den politischen und militärischen Entwicklungen besonders getroffen. Patrick Vallélian kündigt die Veröffentlichung dieser Erzählungen in einer Ausgabe von Sept mook über den vergessenen Krieg in Myanmar an.