Themen: KI/Digital, Gesellschaft, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Nordamerika
Meta hat sich mit 29 US-Bundesstaaten auf einen Vergleich über 16,68 Milliarden Dollar geeinigt und damit ein Verfahren wegen mutmasslich suchtgefährdenden Plattformdesigns sowie illegal erhobener Daten von Kindern unter dreizehn Jahren abgewendet. Der Konzern erkennt weder Haftung noch Fehlverhalten an. Ein Teil von 5,3 Milliarden Dollar ist daran gebunden, dass auch andere Plattformen vergleichbare Regeln übernehmen. Vorgesehen sind unter anderem nächtliche Push-Sperren und eine tägliche Nutzungsgrenze von zwei Stunden für Jugendliche, mit Ausnahmen für Direktnachrichten und längere Videos. Meta soll zudem strengere Alterskontrollen einführen; die geplante Gesichtsanalyse wird wegen möglicher Rückschlüsse auf sensible Merkmale kritisiert. Schutzmassnahmen könnten durch Elternfreigaben oder VPNs umgangen werden. Weitere 459 Millionen Dollar zahlt Meta zur Bereinigung verbliebener Cambridge-Analytica-Klagen. Eine Forschungsstiftung soll Daten Jugendlicher mit elterlicher Zustimmung nutzen, ihre Unabhängigkeit und ihr Datenzugang bleiben aber offen.