Themen: KI/Digital, Gleichstellung
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Avaloq erhebt bei Bewerbungen für die Kaderstelle «Head of Financial Planning, Analysis and Controlling» in Zürich unter anderem freiwillige Angaben zur sexuellen Orientierung. Ein Betroffener stellt infrage, weshalb diese Information für eine Bewerbung benötigt wird. Ein Sprecher des Banken-Softwareherstellers betont, die Angaben hätten keinen Einfluss auf die Auswahl. Den am Rekrutierungsprozess beteiligten Personen seien weder individuelle Antworten noch unbeantwortete Fragen zugänglich. Avaloq nutze die Daten ausschliesslich aggregiert, um den Rekrutierungsprozess zu überprüfen und unbeabsichtigte Hürden zu erkennen. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 2500 Personen in 70 Ländern und gehört seit 2020 dem japanischen Konzern NEC. Im Bewerbungsformular wird zudem darauf hingewiesen, dass eingereichte Informationen durch KI verarbeitet werden können. Ob die Erhebung und mögliche KI-Auswertung solcher Angaben mit Schweizer Datenschutzvorschriften vereinbar ist, bleibt offen.