Themen: Gesellschaft, Technologie
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Basel-Stadt liegt beim gesetzlich verlangten barrierefreien Umbau von ÖV-Haltestellen deutlich hinter dem Ziel zurück. Ende 2025 waren erst 43 Prozent der Tram- und Kombihaltestellen sowie 32 Prozent der Bushaltestellen baulich so angepasst, dass Menschen mit Mobilitätseinschränkungen selbstständig einsteigen können. Das Behindertengleichstellungsgesetz hatte dafür ursprünglich eine Frist bis 2023 gesetzt. Der Kanton verweist auf langwierige Rechtsverfahren sowie auf die Koordination mit Strassensanierungen und Umgestaltungen. Gleichzeitig seien 92 Prozent der Tram- und Kombihaltestellen und 95 Prozent der Bushaltestellen hindernisfrei zugänglich; bei ungefähr der Hälfte ist jedoch weiterhin eine Klapprampe erforderlich. Für nicht zugängliche Haltestellen steht seit 2024 ein Rollstuhl-Taxidienst bereit. Der vollständige Ausbau dürfte bis in die späten 2030er-Jahre dauern. Verzögerte Lieferungen neuer BVB-Trams verlängern zudem den Einsatz älterer Fahrzeuge mit Stufen. Ein velofreundliches Gleis soll nach technischen Nachbesserungen erneut mehrere Winter getestet werden.