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bauen-trotz-hochwasser-risiko-staedte-genehmigen-ausnahmen

Correctiv Schweiz
bauen-trotz-hochwasser-risiko-staedte-genehmigen-ausnahmen

Themen: Klima&Energie, Umwelt, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: International, Europa

Deutsche Städte genehmigen auch nach der Flutkatastrophe von 2021 weiterhin Bauvorhaben in Überschwemmungsgebieten. CORRECTIV befragte 16 Grossstädte entlang von Rhein, Elbe und Donau. Bonn meldete seit Juli 2021 21 Bewilligungen, Regensburg seit 2022 insgesamt 51 Vorhaben, darunter auch Garagen und Terrassen. Mannheim, Krefeld und Ludwigshafen erklärten, keine Genehmigungen erteilt zu haben. Grundsätzlich gilt in festgesetzten Überschwemmungsgebieten ein Bauverbot; Ausnahmen sind möglich, wenn etwa Hochwasserschutz und hochwasserangepasstes Bauen gewährleistet sind. Viele Städte können die Zahl solcher Ausnahmen nicht nennen, weil sie nicht statistisch erfasst wird. Zugleich investieren Kommunen in Deiche, Rückhaltebecken, Gefahrenkarten und Warnsysteme. Eine Allianz-Trade-Studie beziffert mögliche wirtschaftliche Schäden einer schweren Flut in Deutschland auf rund 108 Milliarden Euro innerhalb von drei Jahren. Der Versicherungsschutz für Elementarschäden bleibt trotz politischer Pläne unvollständig.

Correctiv Schweiz

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