Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Ostschweiz
IWC in Schaffhausen plant laut einer Quelle einen weiteren massiven Personalabbau. Mehrere Dutzend Angestellte müssten mit Kündigungen rechnen; die Gewerkschaft Unia habe davon erfahren und führe Verhandlungen. Der Abbau folge auf wiederholte Stellenstreichungen in den vergangenen Jahren bei der Richemont-Tochter. Die jährliche Produktion sei von einst 170’000 auf weniger als 100’000 Uhren gesunken. Als Gründe nennt die Quelle ein aus ihrer Sicht ideenloses Management in Design, Verkauf und Marketing unter CEO Christoph Grainger-Herr. Zudem könnten Standorte an teuren Lagen geschlossen werden. Richemont habe einen Finanzchef nach Schaffhausen entsandt, der formell dem IWC-Chef berichte und zugleich den Konzernfinanzchef informiere. Die Quelle bezeichnet IWC als Sanierungsfall und kritisiert die Geschäftsleitung wegen hoher Entschädigungen und Geschäftsautos. Richemont und IWC reagierten auf Anfragen zunächst nicht.