Themen: Umwelt, Klima&Energie
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Der Hitzesommer und der trockene Herbst haben die Berner Wälder geschwächt. Beschädigte Äste und Bäume können in den kommenden Monaten ohne Vorwarnung abbrechen oder umstürzen; nach dem Laubfall sind betroffene Bäume kaum mehr von gesunden zu unterscheiden. Besonders stark gelitten haben Wälder am Jurasüdfuss, während die Lage im Berner Oberland generell besser ist. Gefährdet sind vor allem Bäume auf trockenen, wasserarmen Böden; Buchen reagieren besonders anfällig auf Hitze und Trockenheit. Gemeinden, Forstreviere, Grundeigentümerschaften und die Berner Wanderwege beurteilen die Risiken und können Umleitungen oder temporäre Wegsperrungen anordnen. Wandernde sollen Warnungen beachten, Touren sorgfältig planen und bei starkem Wind, Sturm, Gewitter oder intensivem Regen auf Waldwanderungen verzichten. Waldbesitzende fördern die Verjüngung und hitzeresistentere Arten, doch diese Massnahmen wirken erst über Jahre. Trotz Pflege bleibt ein Restrisiko.