Themen: Kultur, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Das Kollektiv «Burning Berlin» plant ein Musical über Lotte Hahm und Käthe Fleischmann, zwei lesbische Pionierinnen des Berliner Queerlebens in den 1920er-Jahren. Das Stück verfolgt ihre Geschichte von Untergrundbars, Damenbällen und politischer Organisierung der Weimarer Republik bis in die Nachkriegszeit. Die Macherinnen und Macher verbinden Cabaret-inspiriertes Ensemblestorytelling mit einer Liebesgeschichte sowie Themen von Verfolgung, Widerstand und Resilienz. Hahm betrieb mit Fleischmann mehrere Bars und grosse Damenbälle, schrieb für queere Selbstorganisation und organisierte Diskussionsabende, auch zur Abschaffung des Paragrafen 175. 1929 gründete sie eine damalige «Transvestiten»-Gruppe und unterstützte Menschen in prekären Situationen. Neben den beiden Hauptfiguren kommen weitere queere Persönlichkeiten vor, darunter Charlotte Charlaque, Toni Ebel, Hilde Radusch und Claire Waldoff. Die Produktion versteht sich auch als Reaktion auf heutige Queerfeindlichkeit. Premiere soll am 24. August im SO 36 sein; für vier Aufführungen mit siebenköpfigem Ensemble wird noch Geld über Crowdfunding gesucht.