Themen: Sport, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: International, Südamerika
Präsident Javier Milei gerät nach der Niederlage Argentiniens im WM-Finale vom 19. Juli gegen Spanien unter zusätzlichen Druck. Zuvor seien sinkende Inflation, Wirtschaftswachstum und ein Haushaltsüberschuss als Erfolge seiner Regierung erschienen. Die argentinische Mannschaft habe sich nach dem Schlusspfiff und bei der Siegerehrung jedoch unsportlich verhalten: Spieler hätten wild getreten und geschlagen sowie den Spaniern den Rücken zugekehrt. Milei blieb dem Endspiel fern. Eine Woche nach dem verpassten vierten WM-Titel herrscht weiterhin Enttäuschung. Der Präsident hadert laut Darstellung mit den möglichen politischen Folgen, weil enttäuschte Argentinier ihm gefährlicher werden könnten als euphorische. In Bolivien, Kolumbien und Peru sei die Schadenfreude gross. Argentiniern werde dort Arroganz und Rassismus zugeschrieben. Das angekratzte Image könne Mileis Reformvorhaben belasten, weil Investoren rüpelhaftes Auftreten nicht schätzten.