Themen: Ukraine Krieg, Krieg&Frieden, Technologie
Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa
Der ukrainische Militärarzt und Veteran Gennadiy Druzenko warnt, der Krieg habe sich durch Drohnen grundlegend verändert. Operateure töteten zunehmend aus Schutzräumen über Bildschirme; mit fortschreitender künstlicher Intelligenz könnten Menschen die Kontrolle über unbemannte Systeme verlieren. Billige Drohnen könnten nach seiner Einschätzung künftig weit über die Front hinaus zur Bedrohung werden. Deshalb fordert er ein möglichst rasches Ende eines Kriegs, den er strategisch für sinnlos hält und vor allem mit der Unnachgiebigkeit der russischen Führung verbindet. Druzenko betont zugleich, sein Kampf richte sich nicht gegen Russen, ihre Sprache oder Kultur, sondern gegen Tyrannei, Willkür und Barbarei. Russen und Ukrainer seien nicht dazu verdammt, ewig gegeneinander zu kämpfen, sondern könnten friedlich koexistieren. Der russische Schriftsteller Michail Schischkin unterstützt die Idee eines gemeinsamen Manifests, warnt jedoch: Solange Russland die Ukraine zerstören wolle, könne ein solcher Appell als Aufforderung zur Kapitulation verstanden werden. Ziel und Adressaten müssten daher präzise bestimmt werden.