Themen: KI/Digital, Kultur/Feuilleton, Gesellschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Thélyson Orélien sieht sich seit Ende September Vorwürfen ausgesetzt, in seiner Karriere umfassend plagiiert und bei seinem Buch «C’était ça ou mourir» künstliche Intelligenz eingesetzt zu haben. Der offene Brief nimmt diese Vorwürfe zum Anlass für eine polemische Abrechnung mit seinen Verteidigern. Kritisiert werden insbesondere Hinweise auf eine rassistische Rezeption seines Werks sowie öffentliche Fürsprecher, die dessen Qualität betont hätten. Der Autor hält den Skandal jedoch nicht für einen Einzelfall: Verlage verlangten inzwischen Erklärungen über vollständig KI-frei verfasste Bücher, während Täuschung und Heuchelei in Wirtschaft, Politik und Medien verbreitet seien. Oréliens Migrationsgeschichte habe ihm nach dieser Lesart zunächst Aufmerksamkeit und Schutz verschafft, die Enthüllungen später aber verschärft. Der Brief bezeichnet ihn deshalb als Sündenbock und fragt, wie er künftig seinen Lebensunterhalt bestreiten könne.