Themen: Umwelt, Klima&Energie, Wissenschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Forschende der Macquarie University in Sydney und der Wildlife Conservation Society in New York haben auf 165'922 Quadratkilometern Meeresboden in 71 Ländern deutlich mehr klimaresistente Korallenriffe identifiziert als eine Erhebung von 2018. Demnach könnten dreimal mehr Riffe ein Szenario hoher Emissionen bis 2050 überstehen als bisher angenommen. Manche Riffe liegen in natürlich kühlen Zonen, andere widerstehen Bleiche und Stress besser oder erholen sich nach Schäden rascher. Korallenriffe bedecken weniger als ein Prozent des Meeresbodens, bieten aber einem Viertel der Meeresarten Lebensraum und sind für bis zu eine Milliarde Menschen wichtig, etwa für Ernährung und Küstenschutz. Seit den 1950er-Jahren ging mehr als die Hälfte aller Riffe durch Klimakrise und menschliche Einflüsse verloren. Beim globalen Bleicheereignis von 2023 bis 2025 waren 84 Prozent der Riffe betroffen. Weniger als 28 Prozent der neu erfassten widerstandsfähigen Riffe stehen unter Schutz; neben der Erwärmung gefährden Verschmutzung und Fischereidruck die Bestände.