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Corona: «Seriöse Wissenschaftler waren völlig unterlegen»

Infosperber
Corona: «Seriöse Wissenschaftler waren völlig unterlegen»

Themen: Corona, Gesundheit, Wissenschaft

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

John P. A. Ioannidis zieht im Interview eine kritische Bilanz der Corona-Pandemie. Der Epidemiologe hält die Null-Covid-Strategie und Lockdowns für unrealistisch beziehungsweise schädlich und sagt, er habe zu spät und zu wenig entschlossen dagegen Stellung bezogen. Seine anfängliche Annahme, Masken im öffentlichen Raum seien teilweise wirksam, bewertet er unter Verweis auf randomisierte Studien als falsch. Auch jahrelanges intensives Testen sei vermutlich weitgehend Verschwendung gewesen. Ioannidis räumt ein, die Schwere von Covid-19 in frühen Berechnungen eher überschätzt zu haben. Zugleich kritisiert er, Medien hätten während der Pandemie Wissenschaftler mit geringer wissenschaftlicher Resonanz zu einflussreichen Experten gemacht. Als Beispiele untersucht seine Forschung besonders sichtbare Fachleute in den USA, der Schweiz, Dänemark und Griechenland. Lockdowns hätten nach seiner Einschätzung weltweit erhebliche indirekte Schäden verursacht, etwa durch verzögerte Gesundheitsversorgung, Armut und Hunger. Wissenschaft müsse unabhängig von Politik, Medien, Lobbygruppen und Big Tech bleiben.

Infosperber

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