Themen: Klima&Energie, Umwelt, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Eine Analyse von Correctiv anhand von 356 Messstellen zeigt, dass sich Niedrigwasser an deutschen Flüssen langfristig verschärft. An 214 Stationen, also 60 Prozent, nahmen Wasserstände oder Abflussmengen in Niedrigwasserperioden zwischen 1992 und 2025 signifikant ab. An 240 Stationen wurde der tiefste Wert der gesamten 34 Jahre in den Dürrejahren 2018 bis 2025 gemessen. Rhein, Elbe und Donau verzeichnen im Hitzesommer historische Tiefstände; in Kaub wurden zeitweise sechs Zentimeter gemessen. Hitze, fehlender Sommerregen und eine mögliche Verlagerung der Niederschläge in den Winter erhöhen laut Umweltbundesamt den Druck auf Gewässer. Die Folgen reichen von Algenblüten und Fischsterben bis zu höheren Schadstoffkonzentrationen und steigenden Anforderungen an die Trinkwasseraufbereitung. Auch die Wirtschaft ist betroffen: Die ING Bank schätzt, dass ein Ausfall der Rheinschifffahrt das deutsche BIP 2026 um 0,3 Prozentpunkte senken könnte.