Themen: Corona, Gesundheit
Regionen: International, Nordamerika
US-Gesundheitsbehörden wurden laut einer Recherche des British Medical Journal früh über Fälle von Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach mRNA-Covid-Impfungen informiert. Hinweise kamen 2021 unter anderem aus Israel und vom Pentagon. Dennoch erklärten Verantwortliche der CDC zunächst, es gebe kein Warnsignal für Myokarditis. Im Zentrum steht die Auswertung des Meldesystems VAERS. Die FDA und CDC stützten sich laut BMJ vor allem auf einen bayesianischen statistischen Ansatz. Weil sich mehr als 90 Prozent der damaligen Meldungen auf die mRNA-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna bezogen, konnte diese Methode Risiken, die bei beiden Impfstoffen ähnlich auftraten, durch sogenannte Maskierung kaum erkennen. Die FDA-Mitarbeiterin Ana Szarfman warnte intern und schlug eine angepasste Methode vor, die zusätzliche Signale ergeben hätte. Ihre Vorschläge wurden nicht übernommen; sie wurde aufgefordert, keine entsprechenden Analysen mehr zu erstellen. Behördenvertreter befürchteten laut Dokumenten, neue Auswertungen könnten Verwirrung stiften und das Vertrauen in Impfungen untergraben.