Themen: Unbestimmt
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Von Michael Schinnerling Steile Strassen, tiefe Gräben und lange Wege: Für viele Kinder aus den Inneren Gebieten Frutigens beginnt der Schultag nicht erst im Klassenzimmer, sondern bereits auf dem Schulweg, beziehungsweise im Schulbus. Bis zu 39 Schülerinnen und Schüler nutzen das Transportangebot. Dahinter steckt eine aufwendige Organisation – und weit mehr als nur die tägliche Fahrt ins Klassenzimmer. Die besonderen geografischen Verhältnisse der abgelegenen Gebiete, Elsigbach, Ried, Gempelen, Zwischenbäch, Ladholz und Linter – die so genannten Spissen – machen den Schülertransport notwendig. Steile Strassen, grosse Höhendifferenzen und lange Schulwege wären für viele Kinder alleine kaum zumutbar. Deshalb sorgt der Schulbus dafür, dass Kindergärteler, Schülerinnen und Schüler sicher zur Schule und wieder nach Hause gelangen. Für Ruth Stettler, Standortleiterin der Schule Rinderwald, ist der Schulbus weit mehr als ein Transportmittel. Er ermöglicht überhaupt erst, dass Kinder aus den abgelegenen Gebieten ihre Schule vor Ort besuchen können. Früher verfügte jeder Spiss über eine eigene Schule. Mit der Konzentration der Schulstandorte wurde der Transport der Kinder unabdingbar. Ohne die Busverbindungen wären viele Schulwege zu lang oder zu gefährlich geworden.