Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: International, Südostasien
Na Hong-jins vierter Film «Hope» lief im Wettbewerb von Cannes, doch die Kritik hält seine Auswahl für kaum nachvollziehbar. Der koreanische Grossproduktionenfilm mit dem bislang höchsten Budget des Landes ziele darauf, Hollywood auf dessen eigenem Terrain zu schlagen. Kommerziell könne diese Strategie zwar aufgehen, künstlerisch bleibe «Hope» jedoch weit hinter dem Genre-Kino von Bong Joon-ho zurück. Dessen Filme «Memories of Murder», «The Host» und «Parasite» hätten Spannung mit gesellschaftlichem Subtext und menschlicher Unzulänglichkeit verbunden. Na Hong-jin, dessen drei frühere Werke ebenfalls in Cannes gezeigt wurden, beherrsche zwar spektakuläres Kino, lasse aber eine eigenständige Persönlichkeit und Aussage vermissen. «Hope» beginne zudem als Nachahmung von «Memories of Murder».