Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Próspera, eine rund 400 Hektaren grosse Privatstadt in Honduras, zählt erst etwa 200 Bewohner, überwiegend Männer aus Nordamerika und Europa, aber fast doppelt so viele registrierte Unternehmen. Die Betreiberin plant ein Kultur- und Freizeitquartier, neue Wohnungen, eine Universität und weitere Landkäufe. Ihr Versprechen lautet: rasche Verfahren, kaum Bürokratie und private Schiedsgerichte statt langwieriger Prozesse. Das Projekt wurde 2017 unter dem rechten Präsidenten Juan Orlando Hernández vereinbart. Nach dem Wahlsieg der Linken wollte die Regierung von Xiomara Castro Próspera abschaffen, wich aber der angedrohten Klage der Betreibergesellschaft. Diese fordert seit 2022 10,7 Milliarden Schadenersatz; das Verfahren läuft weiter. Hernández wurde in den USA wegen Drogenhandels zu 45 Jahren Haft verurteilt und 2025 von Donald Trump begnadigt. Trump unterstützte zudem Nasry Asfura, der danach in Honduras an die Macht kam. Próspera erwartet dadurch bessere politische Bedingungen.