Themen: Kultur/Feuilleton, Kultur, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Ostschweiz
Peter Kamm zeigt in der Galerie Kirchgasse in Steckborn neue Skulpturen und Zeichnungen unter dem Titel «Glückliche Bewegungen». Wegen einer Silikose kann der 1958 geborene Bildhauer nicht mehr selbst Steine bearbeiten; seine Lungenfunktion und Sauerstoffaufnahme sind eingeschränkt. Seit 2019 arbeitet deshalb der Steinmetz Michael Egli mit ihm zusammen, inzwischen auch über Videoanrufe. Egli versteht sich als verlängerter Arm des Künstlers, setzt aber keine perfekte handwerkliche Form um, sondern folgt mit Kamm dem Material, seinen Brüchen, Einschlüssen und Widerständen. Die jüngsten Arbeiten bestehen oft aus Eifelsandstein, einem beim Sprengen anfallenden Restmaterial. Kamm begreift Stein als lebendiges, widerständiges Wesen und gibt einen Teil der Autorenschaft an Material und Mitarbeitenden ab. Ergänzend entstehen täglich farbige Zeichnungen. Die Ausstellung wurde bis zum 5. Dezember verlängert.