Themen: KI/Digital, Klima&Energie, Ungleichheit
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, International Unbestimmt
Der Protest gegen ein geplantes Rechenzentrum in Beringen im Kanton Schaffhausen wirft Fragen nach Energie, Wasser und den sozialen Kosten künstlicher Intelligenz auf. Der Beitrag schildert Recherchen der Autorin Karen Hao zu OpenAI und anderen KI-Unternehmen: Datenarbeiter in Kenia hätten belastende Inhalte für ein bis zwei Dollar pro Stunde klassifiziert, während Wertschöpfung und hohe Löhne im Silicon Valley anfielen. Rechenzentren beanspruchten zudem in vielen Regionen knappes Wasser und zusätzliche Energie, oft aus fossilen Quellen. Als Beispiele nennt der Text den erfolgreichen Widerstand gegen ein Google-Rechenzentrum in Chile sowie ein Verbot neuer Rechenzentren durch eine Abstimmung in Monterey Park in Kalifornien. Für die Schweiz wird argumentiert, dass zwar der Strommix vergleichsweise CO₂-arm sei, Herstellung von Hardware und energieintensives Training grosser Modelle aber überwiegend im Ausland stattfänden. Forschungsbüros internationaler Konzerne seien dagegen auch in Zürich angesiedelt.