Themen: Gesellschaft, Gesundheit, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Anwohnende im Unteren Kleinbasel berichten drei Jahre nach der Petition «Unser Quartier dealerfrei!» weiterhin von offenem Drogenhandel, Konsum und Belastungen durch die Drogenszene. Während sich die Lage am Matthäusplatz offenbar beruhigt hat, seien Florastrasse, Claragraben und das Umfeld des Wohnheims am Bläsiring stärker betroffen. Diskutiert wird auch die Konzentration von Einrichtungen für sozial benachteiligte Menschen im Quartier. Das Gesundheitsdepartement begründet die Standorte mit dem Bedarf vor Ort; Anwohnende verlangen eine gerechtere Verteilung der Lasten. Am Drogenstammtisch steht vor allem der Wunsch nach dauerhaft erreichbaren Ansprechpersonen im Zentrum. Die Regierung prüft auf einen politischen Vorstoss hin eine Einheit für Sicherheit, Intervention und Prävention, die mit sozialarbeiterischer Präsenz Konflikte früh abfangen soll. Regierungspräsident Conradin Cramer warnt jedoch vor Erwartungen einer nächtlichen Rund-um-die-Uhr-Betreuung; nachts bleibe die Polizei zuständig. Zusätzlich ist ein Gesetz geplant, das Wegweisungen bei sich bildenden Szenen erleichtern soll.