Themen: Innen-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Tessin
Die Stadtpolizei Lugano setzt nach Gewaltvorfällen unter Jugendlichen auf sichtbare Präsenz und Prävention. Während einer Patrouille in der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober kontrollieren Beamte unter anderem Gruppen beim Autosilo Motta und im Parco Ciani. An der Pensilina zieht eine Gruppe Jugendlicher nach dem Eintreffen der Polizei weiter; vor einer Diskothek werden Beamte später beschimpft. Polizisten berichten, dass sie im Umgang mit Provokationen Geduld lernen, persönliche Beleidigungen aber verletzen können. Kommandant Federico Chiesa bezeichnet die tatsächlich festgestellten Gewaltfälle als begrenzt, hält eine Beobachtung der Situation aber für nötig. Er betont die Zusammenarbeit mit Lokalbetreibern, Familien, Schulen und weiteren Institutionen. Neben Prävention müsse die Polizei bei Bedarf gegen Verhaltensweisen einschreiten, die die öffentliche Ordnung gefährden. GastroTicino-Präsident Massimo Suter hatte zuvor nach einem Angriff auf seinen Sohn von einem Gefühl der Unsicherheit beim nächtlichen Ausgang gesprochen.