Themen: Klima&Energie, Umwelt, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Küstenerosion hat an der englischen Ostküste in den vergangenen 16 Jahren 183 Häuser zerstört; die Zahl nimmt jährlich zu. Fachleute führen die besondere Gefährdung auf sandige, kiesige und schluffige Küsten sowie auf nasse Winter, stärkere Stürme und den steigenden Meeresspiegel zurück. Erosion sei zwar kein neues Phänomen, werde aber beschleunigt. Familien verlieren Häuser und Land, müssen Gebäude vor dem Abrutschen abbrechen lassen und leben mit erheblichem emotionalem und finanziellem Druck. Versicherungen zahlen bei Erosion nicht, staatliche Hilfe deckt höchstens einen Teil des Rückbaus. In Hemsby liess die Gemeinde seit 2010 64 Häuser abreissen, 41 davon seit Dezember 2025. Bis 2055 könnten rund 3500 Häuser bedroht sein, in den nächsten 80 Jahren bis zu 10’000, zudem Strassen und Bahnlinien.