Themen: Gesundheit, Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Thomas Harnischberg, Vorsitzender der KPT-Geschäftsleitung, erklärte in einem Tamedia-Interview, das Schweizer Gesundheitswesen werde bereits zu zwei Dritteln über Steuern finanziert. Nach einer Anfrage räumte er ein, dass diese Aussage falsch war. Für die Leistungen der Grundversicherung stammen laut den angeführten Zahlen rund ein Viertel der Mittel aus Steuergeldern, insbesondere über Spitalbeiträge und Prämienverbilligungen; drei Viertel werden durch Prämien und Selbstzahlungen finanziert. Kritisiert wird zudem, dass Tamedia die Aussage erst nach vier Tagen online korrigierte und nicht nach möglichen Kostensenkungen fragte. Als Vergleich werden die Niederlande, Finnland, Schweden und Norwegen genannt, wo vergleichbare Leistungen 10 bis 25 Prozent weniger kosteten. Diskutiert werden Vertragszwang, Vertragsfreiheit und regionale Preisverhandlungen als Unterschiede der Systeme.