Themen: Iran Krieg, Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Westasien
Amerikanische und saudi-arabische Streitkräfte haben mehrere Stützpunkte, Logistik- und Waffendepots der irakischen Volksmobilisierungskräfte PMF angegriffen. Die PMF meldete mindestens 20 Tote und 32 Verletzte sowie Schäden an Einrichtungen unter anderem in Bagdad, Ninive, Basra und Kerbela. Washington und Riad begründeten den Einsatz mit zuvor registrierten Drohnenangriffen auf US-Truppen und saudische Energieanlagen, die sie dem iranischen al-Quds-Kommando zuschreiben. Kurz davor soll Iran ballistische Raketen auf US-Stützpunkte im Nahen Osten abgefeuert haben. Die formal staatlichen PMF umfassen zahlreiche Milizen, von denen einige eng mit Teheran verbunden sind, andere aber stärker auf irakischen Nationalismus setzen. Bagdad verurteilte die ausländische Militäraktion und wandte sich zugleich gegen Angriffe auf Nachbarländer von irakischem Boden aus. Der Zeitpunkt während der Arba’in-Wallfahrt erhöht laut Darstellung das Risiko weiterer konfessioneller und regionaler Eskalation.