Themen: Wirtschaft/Finanzen, Geopolitik
Regionen: Schweiz, Romandie, International, Russland/Eurasien
Nestlé steht nach der faktischen Übernahme seiner Aktivitäten in Russland durch den Kreml erneut unter Börsendruck. Der Kurs des Konzerns aus Vevey ist laut Darstellung seit 2021 von 127 auf 76 Franken gefallen; der Börsenwert sei von 330 auf rund 200 Milliarden Franken gesunken. Die Russland-Nachricht verschärft die Sorgen von Pensionskassen und Privatanlegern, für die Nestlé als stabile Anlage galt. Kritisiert werden Verwaltungsratspräsident Pablo Isla und CEO Philipp Navratil. Nach dem Abgang des früheren CEO und von Langzeitpräsident Paul Bulcke habe das neue Führungsgespann zunächst Hoffnungen geweckt, diese aber nicht erfüllt. Bemängelt werden operative Stagnation, die Abtrennung des Wassergeschäfts sowie eine unkonkrete Reaktion auf die Kreml-Massnahme. Der Beitrag bezweifelt, dass die Führung auf möglichen Druck für eine Aufspaltung des Konzerns vorbereitet ist.