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«Dass man von uns verlangt, den Krieg zu vergessen, macht mich wütend»

Babanews
«Dass man von uns verlangt, den Krieg zu vergessen, macht mich wütend»

Themen: Krieg&Frieden, Gesellschaft

Regionen: International, Europa

Dina war zwölf Jahre alt, als der Krieg in Bosnien begann. Zunächst nahm sie politische Spannungen unter Erwachsenen nur am Rand wahr, bis Helikopter auftauchten, ihre Mutter sie ins Haus zog und bewaffnete Männer nach ihrem Vater und ihren Brüdern suchten. Später hörte sie Schüsse. Sie und ihre Familie konnten dem Krieg mit grosser Mühe entkommen; die Ungewissheit über Angehörige prägte ihre Erinnerungen. Am 11. Juli wird des Genozids von Srebrenica von 1995 gedacht. Die Armee der Republika Srpska, Polizei und Einheiten unter direktem Kommando des serbischen Innenministeriums töteten innert weniger Tage über 8’372 Bosniaken, darunter rund 600 weibliche Babys, Mädchen und Frauen. Die Verfolgung der bosniakischen Bevölkerung war jedoch systematisch und betraf nicht nur Srebrenica, sondern auch Dinas Heimat nahe Prijedor. Sie widerspricht Forderungen, das Erlebte zu vergessen.

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